BCM-Leitlinie
Grundsatzdokument des Business Continuity Managements: Geltungsbereich, Inhalt und Freigabe durch die Leitung (NIS2 Art. 20/21, BSI 200-4) mit Prüfzyklus.
Worum es geht
Die BCM-Leitlinie ist das Grundsatzdokument Ihres Business-Continuity-Managements. Sie hält fest, warum Ihr Unternehmen Notfallvorsorge betreibt, wofür sie gilt und wer dafür verantwortlich ist — und wird ausdrücklich durch die Leitung freigegeben. Damit dokumentieren Sie die Verpflichtung der Geschäftsführung, die NIS2 (Art. 20/21) und BSI 200-4 von Leitungsorganen verlangen.
Erreichbar über die Sidebar unter „BCMS & Governance → BCM-Leitlinie". Pro Unternehmen gibt es typischerweise genau eine aktuelle Leitlinie mit Versionsstand und Prüfzyklus.
Was hineingehört
Die Leitlinie in PlanB besteht aus wenigen, bewusst schlanken Feldern:
- Geltungsbereich — für welche Standorte, Bereiche und Prozesse die Notfallvorsorge gilt (Abgrenzung wie in der BIA / Geschäftsprozesse).
- Inhalt — Ziele des BCM, Grundsätze, Rollen und Verantwortlichkeiten, Verpflichtung der Leitung, Verweis auf Notfallhandbuch und Krisenorganisation.
- Version — der Versionsstand der Leitlinie (z. B. „1.0").
Freigabe durch die Leitung
Anders als normale Stammdaten ist die Leitlinie ein freizugebendes Dokument: Über „Freigeben" bestätigt die Geschäftsführung den aktuellen Stand. Dabei werden wer und wann festgehalten, und der Status wechselt auf „freigegeben". Das ist der Nachweis, dass die Leitung ihrer Verantwortung nachgekommen ist — genau das prüfen Auditoren und Versicherer.
Prüfzyklus
Eine Leitlinie ist kein einmaliges Dokument. Hinterlegen Sie eine nächste Prüfung (Review-Fälligkeit), damit die Leitlinie regelmäßig — üblicherweise jährlich oder nach größeren Änderungen — überprüft und neu freigegeben wird. Die fällige Überprüfung passt zum Management-Review, in dem die Leitung das gesamte BCMS bewertet.
Zusammenspiel
Die Leitlinie ist das Dach über den operativen Bausteinen: Sie verweist auf die Krisenorganisation und den Krisenstab, die Szenarien und den Wiederanlauf. Ihr Reifegrad und die Freigabe fließen in das Compliance-Dashboard ein.
Praxis-Tipp: Halten Sie die Leitlinie kurz und grundsätzlich. Details gehören ins Notfallhandbuch und in die einzelnen Register — die Leitlinie beschreibt nur den Rahmen und die Verpflichtung der Leitung.